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ROMANIK ( 700 bis 1250 n. Chr ).
Im 12. und 13. Jhdt. spielte das Rittertum eine bedeutsame politische und kulturelle Rolle. Die Lebensformen verfeinerten sich, die Kleidung wurde weltlicher und war weniger verhüllend.
Die Fränkische Tracht der Männer bestand aus Hemd, Hose, Leibrock und Mantel. Der knielange Leibrock hatte lange, gerade Ärmel und einen runden oder viereckigen Ausschnitt. Das darunter getragene Hemd war weit und lang. Die Hose bestand aus zwei langen Beinlingen, über die an den Unterschenkeln Beinbinden gewickelt wurden. Auch die kurze Hose war üblich; die Beinlinge wurden an einem Leibgurt befestigt.
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Karl der Große selbst bevorzugte einheimische Tuche, vor allem aus Aachen und Friesland. Die Farbenfreudigkeit seiner Zeit machte er auch mit. Sein Biograf Einhard schrieb. Sein Herr trug einen braunen Mantel mit grüner Borte, die braunen Beinlinge der Hose nach fränkischer Art mit grünem Band umwickelt hatte; ein anderes Mal waren die Hosen scharlachrot, der Rock weiß und der Mantel grün.
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ähnlicher Schnitt
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Links: die Bekleidung für das einfache Volk, Hemd mit Kreuzschnürung, Gürtel und Hose
Rechts: Vielleicht ein Page während seiner Ausbildung zum Knappen. Cotte mit Besatz, einfache Hose, Gürtel mit Beutel und Holzschwert und für kalte Tage den Gugel übergelegt.
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Zubehör: Bei den Männern waren zunächst, außer bei der Kriegstracht, Kopfbedeckungen selten. Später trugen sie Kappen, turbanähnliche Mützen und einen Hut mit hohem spitzen Kopf. Jünglinge setzten auf das halb lange Haar auch das Schapel.
Als Fußbekleidung dienten knöchelhohe Bundschuh, pantoffelartige Schlupfschuhe und Ledersocken. Im 12. Jhdt. kamen absatzlose Schnabelschuhe auf.
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GOTIK (etwa 1250 bis 1500)
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Der Rock bzw. das Wams wurde eng und kurz und erhielt vorn einen Verschluss. Vorder- und Rückenteile, die taillenabwärts verlaufenden Schoßteile und auch die langen, engen Ärmel hatten einen formgerechten Zuschnitt.
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Der Überrock, anfangs noch wadenlang, entwickelte sich zur Jacke, der Schecke, und reichte nur noch bis zur Hüfte. Die Schecke war stark tailliert, vorne eng anliegend und geknöpft oder tief ausgeschnitten. Der Rücken und die Schoßteile wurden in Falten gelegt. Brustpartie und Oberärmel wattierte man stark, der Kragen reichte bis zum Kinn. Offene Ärmel hatten oftmals lang herabfallende Lappen, während man die geschlossenen Ärmel am Handgelenk gerne mit einer Muffe versah. Der Gürtel rückte auf die Hüfte und wurde zum Schmuckstück.
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Die strupfähnlichen Beinlinge aus Leder oder dehnfähigen Stoffen waren häufig verschiedenfarbig. Man befestigte sie unter dem Rock am Wams. Gegen Ende des 14. Jhdt. wurden sie oben verbunden, so dass eine Hose entstand, die nun auch den Leib bedeckte. Zum Schutz und gleichzeitig als Betonung wurde der Hosenlatz beutelförmig ausgebildet ( Schamkapsel)
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Die Schecke wurde mit der Zeit sehr kurz; ältere Männer bevorzugten deshalb, vor allem auch für festliche Gelegenheiten, lange Übergewänder. Die Houppelande legte man in der Taille in Falten und gürtete sie. Seitlich war sie geschlitzt, meistens hatte sie einen Stehkragen. Die langen weiten Tütenärmel und auch die Beutelärmel versah man oft mit zusätzlichen Armschlitzen. Den rundum geschlossenen, knie- oder knöchellangen Tappert trug man meistens ungegürtet.
Die Länge der Mantelumhänge variierte, mal waren sie lang schleppend, mal reichten sie nur bis zur Hüfte.
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Zubehör: Für die Männer wurde langes Haar im Laufe der Zeit unmodern, jedoch liebt man es, die Haare mit dem Brenneisen zu kräuseln. Die bevorzugte Kopfbedeckung im 14. Jhdt. war die Gugel, eine eng anliegende Kapuze mit kragenartigem Schulterstück und Schweif. Neben Kappen und hohen Filzhüten kam auch der Turban in Mode sowie die Sendelbinde, eine flache Kappe oder Stoffwulst mit herabfallenden Stoffstreifen.
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Eine Kukulle ist ein der Gugel ähnlicher etwa bis zum Gesäß ( hier länger abgebildet) reichender Überwurf mit Kapuze der vor allem im Hochmittelalter getragen in Benutzung war
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Renaissance ( 1500 bis 1640)
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Männerkleidung zur Deutschen Reformationzeit
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Das eng anliegende Schoßwams reichte bis knapp an die Hüfte. Darüber, oder anstelle des Wamses, wurde ein knielanger Rock angelegt, dessen Schöße mit Falten versehen waren. Er hatte entweder einen Ausschnitt, der bis zur Gürtellinie reichte, oder er wurde hochgeschlossen. Wams und Faltrock erhielten breit ausladende Ärmel zum Auswechseln. Sie hatten farbig unterlegte Schlitze und waren oft mehrfach abgebunden, so dass Bausche und Puffungen entstanden.
Die Beinkleider bestanden aus einer weit geschnittenen Kniehose und daran angenestelten oder angenähten Strümpfen. Häufig wurden die engen Beinlinge auch an einem Gürtel befestigt; vielfach waren sie verschiedenfarbig oder mehrfarbig unterteilt ( mi-patie ). Später übernahm man von den Landsknechten die mit Pufferungen und schlitzen versehene Pluderhose.
Das charakteristische Übergewand der Reformationszeit war die Schaube, ein dekorativer weiter Mantel mit Schalkragen. Sie war vorne offen und wurde meistens ungegürtet getragen, oft war sie pelzgefüttert bzw. mit Pelz besetzt. Mal war sie knöchellang, mal reichte sie nur bis über die Knie. Häufig hatten die weiten Ärmel zusätzliche Öffnungen zum durchstecken der Arme. Die Robe wird heute noch von Richtern und protestantischen Geistlichen getragen.
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Darunter trug man ein Hemd mit fein gefältetem Hals und Ärmelabschluß.
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Zubehör: Die Männer bevorzugten als Haartracht die rundgeschnittene und ungescheitelte Kolbe.
Die flachen Schuhe waren sehr weit ausgeschnitten, erhielten jedoch durch die hochgezogene Ferse ihren Halt. die Kuhmaulschuhe waren vorne rund und übertrieben breit, die Hornschuhe hatten ausgestopfte seitliche Spitzen.
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Männerbekleidung zur Zeit der Spanischen Mode
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Das Schoßwams bzw. der Überrock wurde sehr kurz gehalten, waren tailliert und stark wattiert. Die Wattierung der Brust bildete in der Mitte nach unten eine Spitze, den so genannten Gänsebauch. Der mit Knöpfen hochgeschlossene Rock erhielt einen hohen steifen Stehkragen, über den die Hemdkrause noch hinausragte. Die Halskrause bzw. Kröse wurde immer größer und steifer und war schließlich ein selbständiger Teil der Bekleidung. Die langen Ärmel waren wattiert, gepufft und geschlitzt sowie mit Schulterwülsten versehen. Auch sie hatten als Abschluss eine steife Krause.
Ärmellose Überröcke versah man oft mit losen Zierärmeln. Die bauschige, stark gepolsterte und manchmal geschlitzte Hose wurde kurz und reichte nur noch bis zur Mitte des Oberschenkels. Sie hatte in der Taille und an den Beinen einen engen Bundabschluß. Auch der Latz, Braguette bzw. Schamkapsel genannt, wurde wattiert. Zu dieser Kürbishose bzw. Heerpauke trug man eng anliegende Strumpfhosen oder an Bändern befestigte Beinlinge.
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Oon Juan d´Austria, Sohn Karl V. Um 1572. Rumpfküraß, gepolsterte Oberschenkelhosen, gestrickte Strümpfe. Selbst der Küraß betont durch seine spitze Form die modische Verlängerung der Wamslinie.
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Karl IX., König von Frankreich.
Spanische Mode in Frankreich: Wams mit Stehkragen und Schoß, spanischer Schultermantel, gepolsterte “ Heerpauke” Seidenstrümpfe und Handschuhe.
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Der sehr kurze, glockig geschnittene Mantel aus Samt oder Seide, das spanische Mäntelchen, wurde nur umgelegt. Er hatte einen hochgestellten Kragen und gelegentlich eine Kapuze.
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Zubehör: Die hohen Halskrausen der Spanischen Mode brachten den kürzeren Haarschnitt für die Männer mit sich.
Die weichen, den Fuß eng umschließenden Lederschuh hatten oftmals eine reiche Lochverzierung oder Prägemusterung. die Damenschuhe waren häufig aus Brokat oder besticktem Samt, manchmal sogar mit einem hohen Sockel versehen. Diese Stelzenschuhe nannte man Chopinen.
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Wikinger (etwa 800 bis 1150 )
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Der Wikinger trug meist eine langärmlige Tunika die aus Wolle oder Leinen bestand . Sie reichte bis zu den Schenkeln, zuweilen aber auch bis zum Knie. Tunikas besaßen oft zusätzlich aus bunter Seide und metallfarbenen Fäden gewebte Säume und streifen, die ein Muster bildeten. Darunter trug man ein einfaches weißes Hemd aus feinem Leinen oder Wollgewebe.
Die Hosen konnten ganz unterschiedlich aussehen. Mal eng anliegend wie eine Skihose, gerade geschnitten oder extrem weit ( sackartig) die unter dem Knie zusammengeschnürt wurde.
Ein längerer Umhang ( rechteckig) der an der Rechten Schulter oder auch an der Hüfte befestigt wurde gehörte ebenfalls zur Grundausstattung.
Beliebte Kleiderfarben waren: Rot, grün und Blau. Hosen konnten durchaus auch gestreift sein.
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Kleine Stoffkunde:
Mittelalter Woll- und Leinenstoffe in Leinwand- und Köperbindung, auch Streifen- und Karomuster. 6. Jhdt.. bis 1350 In Frankreich gelegentlich auch Seide, meist angemustert
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Wolle Leinen Leinwandbindung Köper Gestreift Kariert Seide
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Spätgotik Damast, Samt und Brokat aus Seide, oft mit Goldfäden, etwa 1350-1500 gemustert oder ungemustert, Baumwoll- Leinen Mischgewebe
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Damast Samt Brokat bestickte Seide
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Renaissance meist Wolle, auch Seide, ungemustert etwa 1500-1550
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Wolle Seide
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Spanische Mode Seide Brokat, Samt, meist bestickt mit Edelmetallfäden, selten gemustert, etwa 1550-1620 Spitze aus Leinen als neues Material für Kragen und Manschetten
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bestickte Seide Samt Spitze Brokat
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* der Preis richtet sich nach der Stoffart. Bei fragen stehe ich unter Kontakt oder Email- Adresse zu Verfügung.
Alle Teile sind auch einzeln zu bekommen.
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